Zusammenfassung von der letzten Gemeinderatssitzung am 16.06.2020
Im neuen Ramerberger Gemeindehaus gilt es, schon länger bekannte Bauschäden zu beheben und Optimierungen vorzunehmen. So wird die problematische Akustik im großen Bürgersaal durch den Einbau einer Akustikdecke verbessert. Diese Maßnahme empfiehlt auch ein Gutachten, und die Kosten sind bereits im Baubudget eingepreist. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, einen entsprechenden Beschluss des Gemeinderats vom September 2019 zu übernehmen und den Einbau noch heuer vorzunehmen. Bürgermeister Manfred Reithmeier zeigte sich optimistisch und will das Vorhaben noch im Sommer abschließen. Die Ramerberger Ortsvereine können jedoch ab sofort den Bürgersaal benutzen – freilich unter Einhaltung eines entprechenden Hygienekonzepts.

Die problematische Akustik im großen Bürgersaal soll durch den Einbau einer Akustikdecke verbessert werden.
An der Nordseite des Gemeindehauses erweist sich die Abdichtung zwischen Außenwand und den Kellerschächten als mangelhaft. Ein Besichtigungstermin mit der Baufirma ist bereits erfolgt, der verantwortliche Architekt kümmert sich um die Behebung innerhalb der Gewährleistungspflicht.
Der aus dem Jahr 1999 stammende Bauhofschlepper soll erneuert werden. Ein Arbeitskreis aus den Gemeinderäten Konrad Fuchs, Stefan Kurfer (NRL/FWG), Rupert Riedl (UWR) und Gemeindearbeiter Peter Kinzner erarbeitet ein Beschaffungskonzept und holt Angebote von möglichst ortsnahen Firmen ein.
Ein weiterer Arbeitskreis kümmert sich um die Neugestaltung der Homepage der Gemeinde Ramerberg. Petra Hölzle, Max Jaroljmek (NRL/FWG) und Simone Tischer (UWR) wollen die Neustrukturierung bis zum Ende des Jahres abgeschlossen haben.
Wie geht es nun weiter mit dem Bauleitplan-Verfahren des Sportplatz-Standortes Zellerreit? Dem Wunsch von Petra Hölze, diesen Punkt im öffentlichen Teil einer Gemeinderatssitzung zu behandeln, kommt Bürgermeister Reithmeier zunächst nicht nach: „Eine solche Diskussion ist nur dann sinnvoll, wenn alle Gemeinderäte auf dem neuesten Stand sind.“ In seinen Gesprächen mit Landratsamt, Verwaltung und Rechtsanwalt seien viele auch sehr heikle Themen besprochen worden, über die jeder Gemeinderat vorab Bescheid wissen müsse. Ein solches internes Gespräch sei für August vorgesehen. Dann könne man gerne öffntlich dazu Stellung nehmen.
Die 180 Einsprüche von Ramerberger Bürgern liegen noch immer beim Landratsamt Rosenheim. Deren endgültige Behandlung werde sich wohl noch sehr lange Zeit hinziehen.
Zum Uralt-Thema Dorferneuerung kündigte der Bürgermeister an, dass im nächsten Gemeindeblatt ein Aufruf erlassen werde, um Personen aus der Gemeinde zu finden, die sich diesem anspruchsvollen Thema widmen wollen.
Gemeinderat Andreas Ullmann (NRL/FWG) sah ein Problem in der Nähe der Bushaltestelle Eich: in Parkbuchten hinter der Haltestelle werden des öfteren Autos abgestellt, welche die Sicht von Kindern auf die Straße behindern und so eine Gefährdung darstellen könnten. Bürgermeister Manfred Reithmeier sicherte eine Prüfung durch die Gemeinde zu. Parkbuchten und Haltestellehäuschen sind durch einen vier Meter breiten Grün- bzw. Plattenstreifen von der Straße getrennt.

Die Bushaltestelle in Eich soll auf Sicherheitsoptimierung geprüft werden.
Um die korrekte Zuschneidung von Hecken in Zellerreith sorgt sich Gemeinderat Hans Scherfler (NRL/FWG). Sie würden teilweise Sichtdreiecke einschränken und die Verkehrssicherheit gefährden. Bürgermeister Reithmeier sagte zu, das Gemeindegebiet zeitnah abzufahren und säumige Grundstückseigner anzumahnen.
Die Anschaffung einer Drohne zum Aufspüren von Rehkitzen schlug eine Bürgerin per Antrag vor. Bürgermeister Reithmeier leitet das Schreiben an den örtlichen Jagdvorstand Werner Sixt zur Begutachtung weiter. Eine mit Wärmekamera ausgerüstete Drohne, so Reithmeier, koste etwa 8000 Euro.
Unzufrieden mit dem Titelblatt des Ramerberger Gemeindeblatts zeigte sich Gemeinderat Konrad Fuchs (NRL/FWG). Denn dort fehle das Motto „Heimat gestalten“. Bürgermeister Reithmeier entgegnete, dass man das Medium neu strukturiere und keine Slogans des Vorgängers übernehmen werde.
